HSG Juniorinnen Nordwest FU 16 Elite unterliegt im Spitzenspiel dem LK Zug

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HSG Juniorinnen Nordwest FU 16 Elite unterliegt im Spitzenspiel dem LK Zug

– und schlägt sich achtbar angesichts der Umstände!

Das war kein guter Tag für die HSG J. innen NW. U18: verloren. U14 Elite: verloren und eine schwere Verletzung. U16 Elite: verloren und noch eine Verletzung. Von den Resultaten und angesichts von weiteren Ausfällen her, wäre weiteres Jammern durchaus angezeigt. Analysiert man jedoch die Umstände und das stattgefundene Spiel unser U16 Elite, so kommt man auf eine etwas andere Sichtweise:

Erste gegen Zweite. Das waren die Eckdaten des Spieles unser U16 Elite. Wir haben seit Ende letzten Jahres immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen und seit 2 Wochen auch noch mit Infekten bei verschiedenen Spielerinnen. Glücklicherweise war Aida wieder zurück nach Ihrer Gehirnerschütterung. Finja nahm am Warm-up teil und lässt auf baldige Rückkehr hoffen. Yael, Noemi und neu Melissa und Michele waren teils stark „verrotzt“ und ganz sicher nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Jürg traf es auf den Punkt in der Vorbesprechung: “ Wir können heute nur gewinnen und Zug kocht auch dasselbe Handballwasser wie ihr!“. Wünsche nach mindestens einem Punkt wurden vor dem Spiel noch geäussert und so ging es in die Partie.

Zug legte wie erwartet zügig los und in der 5. Minute stand es 1:4. Aliya (2) unterstricht mit ihrem Tor zum 2:4 ihre tolle Tagesform und in der Folge liess die Ehrfurcht vor den Zugerinnen deutlich nach, weil diese überhaupt nicht zwingend überlegen waren. Yael (2) und zweimal Seraina (4) erzielten die Tore zum 5:5 in der 13. Minute und ab dann gab es grosses Kino in der KUSPO Pratteln zu sehen: Manu als Hexerin im Tor (35% gehaltene Bälle), liess keine Treffer zu und Chiara (7), Seraina, Noemi (2), Seraina und wieder Noemi topften zum sensationellen 10:5 in der 21. Minute ein. Diese zehn Minuten brachten die Kuspo zum Kochen und zeigten, was wirklich in der Mannschaft steckt. Einfach klasse! Leider klebt uns das Pech am Hacken und Aliya musste mit einer Handverletzung ausscheiden und ist damit der nächste ungünstige Ausfall. Das war angesichts ihrer gezeigten Leistung in diesem Spiel umso schmerzhafter, weil Michele ebenfalls angeschlagen war. Jedenfalls resultierte in den letzten 10 Minuten ein regelrechter Bruch in unserem Spiel und nun war es Zug, die sogar 8 Tore hintereinander zum 10:13 erzielten. Unseren obligatorischen Fehler und Fehlwürfen standen noch 2 Tore von Olivia (4) gegenüber und mit 12:15 gingen wir mit gemischten Gefühlen in die Pause.

Was gabs da gross zu sagen: Zeigt weiter was Ihr drauf habt – Zug ist nicht unschlagbar. Mädchen, habt weiter Spass am geilen Handball!

Chiara und Yael (2) hielten uns mit dem 14:17 im Spiel. Manu zeigte weiterhin eine Topleistung und dann waren es wieder die TF (technische Fehler), die Zug das Davonziehen zum 14:20 in der 38. Minute ermöglichten. Zug fasste ordentlich zu in der Abwehr und das Nachstossen müssen sich einige ihrer Spielerinnen eindeutig abgewöhnen – es ist einfach gefährlich und bei Chiaras Sturz hatten wir wieder grösste Bedenken. Jedenfalls musste auch Chiara noch ausgewechselt werden. So langsam schwanden unsere Kräfte, was sich bei unser Wurfausbeute zeigte und es war in dieser Spielphase teils Manu vs. LK Zug, die das Ergebnis erträglich hielt. Olivia und Gioia (3) trafen für uns zum 17:22. Auf der Zuger Bank schien es – im Gegensatz zu uns – keinen Engpass zu geben. In der Schlussviertelstunde waren es Olivia, zweimal Gioia und viermal die glücklicherweise wieder einsatzfähige Chiara, die das angesichts der Voraussetzungen achtbare 24:30 markieren konnten. Niederlagen darf man hinnehmen, wenn die Art und Weise auf dem Spielfeld stimmt. Diese Leistung am heutigen Tage verlangte Respekt und wurde von den Zuschauern mit entsprechend warmem Applaus bedacht. Aliya wünschen wir alle gute Besserung und schelle Genesung!

Es spielten heute: Manuela, Aida, Noemi, Chiara, Olivia, Victoria, Seraina, Gioia, Michele, Aliya, Melissa, Yael

Wenn man die Resultate und das Gezeigte des angefangenen Jahres unter Berücksichtigung der Ausfälle betrachtet, dann stellt sich, dass etwas wie einen Steigerungslauf dar. Unterirdisch gegen Buchsi, eine starke Leistung gegen Spono mit fast unverdienter Niederlage und 10 grandiosen Minuten gegen die Leaderinnen aus Zug – bis die Kräfte schwanden. Am Ende kommt man also zu einer etwas positiveren Bewertung als es die drei Niederlagen in Folge aussagen: die Mannschaft lebt und zeigt trotz Rückschlägen Charakter. Jetzt hoffen wir, dass die Verletzungsliste trotz Aliyas Ausfall sich verkürzt und die Mädchen sich auskurieren. Noch sind wir einen Punkt vor Spono und dürfen uns keine weiteren Ausrutscher erlauben. Bereits nächste Woche müssen die Mädchen das in Zürich gegen GC zeigen. Das Spiel findet am 2.2. um 14.00 in der Saalsporthalle statt.

Hopp HSG Juniorinnen Nordwest!

 

Frank Sens